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das Tor zur Adria liegt zu unseren Füßen


Montenegro - ein Naturparadies mit seinen vielen kleinen Buchten und wunderschönen alten Dörfern am Meer, die vielen Fischer, die abends ihren Tagesfang direkt ins Fischrestaurant bringen, wo diese deliciös weiter verarbeitet werden - alles ist lokal gewachsen und frisch und man muss im Restaurant nicht reservieren oder Pläne machen, man lässt sich einfach treiben und genießt. Was man hier findet, findet man nirgendwo sonst – es ist atemberaubend, die Menschen hier sind hilfsbereit, freundlich und machen jeden Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis.

Nur wenige Stunden nachdem wir in Budva festgemacht und einen Spaziergang über die Strandpromenade gemacht hatten, zog ein heftiges Wärmegewitter über den Berg und wir erlebten bis zu 39 Knoten Wind, heftigen Regen und gleichzeitig aber auch Sonnenschein und Regenbögen, die sich über die komplette Bucht zogen. Gut festgemacht zerrte unsere Bavaria 37 mit dem Namen "Mare" an den Murings und wir vertrieben uns die Zeit mit einem Kartenspiel unter Deck, während Wind und Welle den weiter draußen liegenden Booten mehr zusetzten. Ein Spektakel, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt und wunderschöne Lichtspiele und tolle Fotomotive hervorbrachte. Nach jedem Gewitter folgt Sonnenschein und so schlenderten wir bald wieder durch die geschichtsträchtige Altstadt von Budva und suchten uns eine nette Konoba zum Abendessen aus. Obwohl die Mägen gut gefüllt wurden durfte aber ein süßer Crep nicht fehlen, lagen doch zahlreiche Möglichkeiten eine zu erstehen auf direkten Weg zum Boot zurück! 




Wie die Zeit vergeht!! Schon wieder Donnerstag Morgen und die Woche neigt sich dem Ende! Doch ein nettes altes Hafenstädtchen steht noch bevor: Herceg Novi. Am Wind ging es unter vollen Segeln mit rund sieben Knoten Bootsspeed voran. Das Städtchen mit seinen belebten Hafenbars und Restaurants, der endlos langen Uferpromenade, den Sand- bzw. Kiesstränden und dem türkisblauem Wasser ist ein toller Ort, um eine Nacht zu bleiben. Riesige Feigenbäume und blühende Kakteen zieren den Weg entlang des Wassers und bergauf an zahlreichen bunt blühenden Sträuchern vorbei ging es zur Altstadt, die klassisch eine kleine Kirche am Hauptplatz bot. Daran vorbeigeschlendert und ab auf das Fort! 


Den Ausblick über die Bucht und auf das Tor zur Adria aus der Bucht von Kotor konnten wir uns doch nicht entgehen lasssen!! Von hier oben beobachteten wir wie anderen Yachten einliefen und sich im Hafen neben unsere "Mare" gesellten. Und auch hier wurden wir kulinarisch vom Feinsten verwöhnt - Muscheln, Octopussalat und Pleskavice - die klassisch zu der hier heimischen Küche zählten wurden uns serviert. Auf der warmen Hafenmauer sitzend mit einem Eis in der Hand beobachteten wir die Brandungsfischer, während der Sonnenuntergang ein zartes Rosa über den Himmel zauberte.



Von Reich und Schön zum gemütlichen Kleinod

Ab nach Montenegro, wo Service noch groß geschrieben wird und man zwischen Reich und Schön verkehrt, obwohl man dabei selbst nicht sein letztes Geld löhnern muss :) 

Bereits beim Anlegen spürt man, dass man hier willkommen ist - auch mit einer kleinen Yacht zwischen den großen Superyachten wird man behandelt wie ein König und so wurde unser Skipper Olaf mit dem Golfwagen zum Einklarieren gefahren und es wurde ihm von drei Marinaangestellten sämtliche Bürokratie abgenommen, damit er uns schnell von Bord holen konnte (die Crew bleibt immer bis zum Abschließen des Einklarierungsvorganges an Bord) und wir uns zur Erfrischung ein Eis gönnten. Sorten wie Blueberry Lavendel und Vanilla from Madagaskar waren eine exquisite Abwechslung zum gewöhnten Schokolade und Erdbeereis. 

Am Abend genossen wir unser Dinner mit Ausblick auf das Meer und unsere Yacht, während sich etliche Fische neben unserem Steg im klaren Wasser tummelten und der Sonnenuntergang eine intensive Röte über den Himmel zog.

Den nächsten Tag gingen wir ganz gemütlich an und beschlossen, uns zu den Schönen zu gesellen - das ging am Besten im Puro Beach Club! Mit Pool zwischen Himmelbetten und Liegen, von jeweils zwei Kellnern gleichzeitig bedient und mit fruchtigen Drinks versogt, beobachteten wir die offensichtlich "reiche" Gesellschaft, die sich schön langsam zu uns in den Club gesellte. 


So, nun genug von dem modernen und überdurchschnittlich luxuriösem Leben ab in das geschichtsträchtige Kotor, das zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Ein Spaziergang über bunte Marmorböden durch die Altstadt, die unterschiedlichste Spuren verschiedener Kulturen widerspiegelt und geschützt zwischen den Bergkluften liegt ist hier Pflichtprogramm, um den Wandel der Geschichte fassbarer zu machen und kann in den kleinen Weinbars in den engen Gassen ein wunderbares Glässchen Vino genießen. 


Die mächtige Befestigungsmauer ist sogar erklimmbar, und so machten sich unsere Gäste am Vormittag auf den Weg die steilen Stufen hochzuwandern und eine herrliche Aussicht über die Bucht zu genießen. Wir spazierten in der Zwischenzeit über den bunten Markt und besorgten noch ein paar lokale Köstlichkeiten. 


Mit durchschnittlich 15 Knoten Wind ging es zurück durch die Bucht von Kotor nach Bigovo, einem kleinen Fischerdorf mit einer tollen Badebucht wo wir an der Kaimauer festmachten und im Grispolis köstlichen Oktopusssalat, Muscheln und Fisch mit Ausblick auf den Sonnenuntergang vom Balkon aus genossen. Hier spürt man noch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Familie, eine Tradition die hier schon seit jahrzehnten so gelebt wird und sehr speziell und zugleich wunderschön - wenngleich auch nötig ist.

Da dieser Törn ja etwas Besonderes auch für unsere flitternden Gäste sein soll, haben wir uns für den Abend noch einige kleine Überraschungen einfallen lassen und so gab es bei der Rückkehr zum Boot ein Fläschchen Sekt und etwas Zweisamkeit - denn Olaf und ich suchten noch einen perfekten Startpunkt für die Wunschlaternen, die wir später mit dem verliebten Pärchen starteten und zusahen, wie sie hoch über unsere Köpfe stiegen und am Himmel langsam verglühten. 


Just married - ein Exklusivtörn mit meerflair

Diesmal haben wir etwas Neues probiert und sind der Umwelt und auch unseren Nerven zuliebe von Wien mit dem Bus nach Dubrovnik gefahren. Es hat super geklappt und wir konnten es sogar so einrichten, dass wir einen Nachmittag Zwischenstopp in Zagreb hatten - eine sehr sehenswerte Stadt mit super netten kleinen Cafes und Bars. Über Nacht ging es dann weiter nach Dubrovnik, wo wir am Morgen erholt aus dem Bus gestiegen und zur Marina spaziert sind. 

Am Nachmittag bekamen wir unser Boot - eine Bavaria 37 - mit dem Namen "Mare" und nachdem wir eingekauft und alles für unsere Gäste vorbereitet hatten, holten wir sie auch schon bei den Pforten der Marina ab und begleiteten sie an Bord. Dieses Mal ist es ein ganz besonderer Törn, Doris und Tobi haben nämlich frisch geheiratet und das Boot mit uns exklusiv gebucht, um ihre Flitterwochen bei einem meerflair Törn zu verbringen. Und als sie auf der Mare ankamen, waren sie gleich voll begeistert und bestens gestimmt, gleich auszulaufen. 




Also ab nach Cavtat! Einen traumhaften Sonnenuntergang und einen Delfin an der Steuerbordseite später, sind wir angekommen und konnten an der Mole auch schon ein leckeres Abendessen geniessen. Am nächsten Morgen ging es nach einem gemütlichen an Bord Frühstück zum Ausklarieren und Richtung Montenegro - ein traumhafter Törn mit sehr sympathischer Crew in einem tollen Segelrevier steht uns bevor!



Der britische Dichter Lord Byron meinte schon: "Bei der Geburt unseres Planeten, muss sich die Schönste Begegnung des Meeres und des Landes an der montenegrinischen Küste ereignet haben. Und als die Perlen der Natur gesät wurden, wurden sie mit vollen Händen auf diesen Boden geworfen ."

Palmen, Olivenhaine, Küsten, blaues oder grünes kristallklares Wasser und wunderschöne verträumte Dörfer! Wilde Natur, viele Sonnentage und milde Winter sind einige gute Argumente, warum man sich Montenegro für die Flucht vom urbanen Leben und dem Alltagsstress aussucht.
Barfuss zurück zur Entspannung finden - in Montenegro kein Problem, denn es ist hier, wie in Italien vor 50 jahren und daher noch immer ein Geheimtipp, trotz seiner mächtigen Präsenz in Tivat, wo "Reich und Schön" bereits eingezogen ist.